UVA - Weil du wichtig bist

2020


11-05-202

COVID19 – KAGes im Normalbetrieb, oder doch nicht?

Die KAGes-Führung macht es ihren Mitarbeiter*innen momentan nicht wirklich leicht.

Mitte März ging es noch. Da war COVID-Krise. Mit Sonderurlaub, Homeoffice und Schichtdiensten.

Am 29.4.2020 schreibt die Kleine Zeitung noch vor dem KAGes-Vorstand, dass mit 4.5.2020 die Spitäler hochgefahren werden. Die zugehörige Aussendung des Vorstandes kommt dann 1,5h später per E-Mail in verschiedenen Versionen.

Sinnigerweise ist der 29.4.2020 ein Freitag.

Also die kürzest möglich Vorlaufzeit für einen Vollbetrieb.

Die Dienstpläne für den Mai sind aber schon längst übergeführt. Und nicht mehr gültig?

Wir sind ja Improvisation gewöhnt, oder?

Eine Woche später, genau am 8.5.2020, wieder zu Mittag sickert über dunkle Kanäle durch, dass mit dem Hochfahren seit 4.5.2020 auch der geplante Sonderurlaub 1012 hinfällig ist und sich eigentlich alle am heutigen Tag zum regulären Dienst einfinden sollten.

Nur wer hat wirklich am Freitag Nachmittag Zugriff auf diese Informationen?

Zudem gibt es dazu auch keine entsprechende Aussendung, sondern nur eine Adaptierung der SU 2003.2525. Die muss man erst suchen in den Weiten des Intranet.

Völlig egal ist dabei offenbar, dass hier Familien mit schulpflichtigen Kindern betroffen sind, die keine Betreuung haben. Von wegen „familienfreundlichster Betrieb“!

Dieses Informationschaos ist zu beenden! Man hält sich dafür einen eigenen Stab an Medienleuten. Was machen die in dieser Zeit? Oder ist das eine einsame Entscheidung des Vorstandsvorsitzenden?

Fakt ist: Es ist Regelbetrieb verordnet. Damit sind auch alle Sonderregelungen und Vereinbarungen für den COVID-Krisenmodus aufgehoben!

Somit wären Schichtdienste umgehend einzustellen und auch Nebenbeschäftigungen umgehend zu zulassen!

Genau deswegen braucht es eine Arbeitnehmervertretung, die unabhängig ist und die Betriebsführung auf Fehler hinweist, wenn es nötig ist.

Jetzt ist es nötig!

UVA – weil du wichtig bist!


24-04-2020

COVID19 – Schräglage in der Pflege am Klinikum verschärft sich zur Krise

Mittlerweile kann man von einer Pflegekrise durch COVID19 am Klinikum reden.

Bedauerlicherweise sind etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege erkrankt oder haben gültige Absonderungsbescheide. Aus diesem Titel alleine fehlen derzeit ca. 100 Personen.

Weitere 100 fehlen, weil die Stellen im Rahmen der Anspannung nicht besetzt werden.

Somit gehen dem Klinikum momentan 200 dringend benötigte Pflegepersonen ab.

Was zur Folge hat, dass Spezialabteilungen, nachdem sie als COVID-Stationen geführt wurden, nicht damit beginnen können ihre Spezialpatienten zu versorgen.

Besonders ärgerlich ist dieses Führungsproblem, das sich über mehrere Ebenen bis in die Spitze der KAGes zieht, dann, wenn rund 3800 Pflegepersonen Steiermark weit in Sonderurlaub geschickt wurden. Und die Konzernzentrale nicht bereit ist solidarische Aushilfe zu gewährleisten.

Der Vorsitzende des Betriebsrates am Klinikum und Zentralbetriebsratsvorsitzende beschäftigt sich stattdessen mit Aussendungen zur persönlichen Schutzkleidung. Auch wichtig, aber nicht sein Job!

Er hätte die Konzernzentrale auf den Missstand aufmerksam machen müssen, wäre er vor Ort!

Unsere Forderungen:

Solidarische Unterstützung der Pflege am Klinikum durch Kolleginnen und Kollegen, die momentan im Homeoffice sind!

Umgehendes Setzen von Maßnahmen durch die Konzernführung den Pflegemangel zu beheben!

Dringliches Überdenken des weiteren Aufrechterhaltens des COVID-Zonenplans.

Erwachen der Betriebsratsführung aus dem Dornröschenschlaf!


UVA – Wir erkennen Probleme und nennen sie beim Namen!  


19-04-2020

COVID19 – Schräglage bei Krankenhausangestellten verschärft sich

Unser Bundespräsident würde sagen: „Das haben wir ganz gut hinbekommen.“ Die Zahl der Infizierten sinkt, es gibt kein Bettenproblem und die Intensivstationen können COVID-Intensivfälle ausreichend behandeln. Das ist die schöne Seite.

Dennoch gibt es Abteilungen mit Schichtdienst, teils dramatische Probleme in der Pflege und noch immer Infektionen, die innerhalb des Personals stattfinden.

Gleichzeitig denkt man darüber nach, die Elektivversorgung hoch zu fahren. Was an sich sinnvoll und notwendig ist. Weil zum Glück nur ca. 1/3 der zur Verfügung stehenden COVID-Betten belegt sind. Von den Übergangsbetten gar nur 5%.

Aber Routinebetrieb mit gleichzeitig weiter ausgesetztem KAAZG ist ein arbeitsrechtlicher Wiederspruch. Gleich verhält es sich mit Einspringerdiensten, wenn an der gleichen Abteilung Kolleg*innen im homeoffice sind. Das verträgt sich nicht!

Unsere Forderungen:

Beim Hochfahren der Elektivversorgung sind die Rahmenbedingungen des KAAZG wieder herzustellen! Überschreitungen sollen nur mit individuellen Vereinbarungen möglich sein! Die Steiermark darf hier ruhig einmal Vorreiter sein!  

Den in den sozialen Medien als „Helden“ bezeichneten Kolleg*innen, die in der direkten Versorgung von COVID-Patienten und Notaufnahmen tätig sind, ist nach bayrischem Vorbild eine Gratifikation in Form einer Sonderzahlung zu gewähren! Als Höhe wäre auch hier das bayrische Vorbild zu wählen.

Die Rückkehr zur Normalität darf nicht durch eine permanente Ausnahmesituation in den Spitälern gerechtfertigt werden!


27-03-2020

COVID19 – bestens vorbereitet?

Seit Ende Februar ist das SARS2-CoV auch in Österreich angekommen. Was nur eine Frage der Zeit war. Seitdem hat sich viel – oder fast alles verändert.

Aus einem „läppischen grippalen Infekt“ wird eine bedrohliche Erkrankung. Die Bundesregierung verordnet Ausgangssperren und die Spitäler beginnen sich vorzubereiten.

Man versucht es halt, so gut es geht. Je weiter die Zahlen steigen, desto drastischer werden die Maßnahmen. In wenigen Tagen werden Einheiten geschaffen, an denen jahrelang herumgeplant wird. Bestes Beispiel: die neue ZNA.

Parallel dazu werden Dienstmodelle ausgesetzt und verschieden Varianten eines Schichtdienstes umgesetzt, Stationen umgewidmet und Abteilungen lösen sich (vorübergehend) auf.

Alles wichtig, notwendig und hoffentlich auch zielsicher.

Aber: durchgängige Information ist Mangelware. Planungshorizonte sind völlig offen und die Änderungen im Arbeitsumfeld teils rigoros.

Wenn dann Kolleginnen und Kollegen ins Homework oder die Rufbereitschaft geschickt werden, andere aber Schichtdienste bewältigen müssen, sich nicht aus dem Hamsterrad kommen sehen, beginnt sich eine kritische Schieflage auf zubauen.

Uns dürfen nicht die gleichen Fehler passieren, wie Italien!

Erschöpftes Personal bringt nichts. Es macht Fehler und wird krank.

Daher – auch in der Krise unsere Forderung an die Führung:

-          Transparente Information

-          Transparente Planung

-          Personaleinsatz so gestalten, dass Überforderung und Burnout kein Thema werden dürfen. Erholungsphasen müssen gleich, wie Arbeitsphasen geplant werden!

-          Adäquate Ausrüstung mit Schutzmaterialen, wo sie nötig sind

-          Reaktivierung der Ideenbörse – die besten Vorschläge kommen von den Berufsgruppen selbst!

Alle sind bereit in der Krise anzupacken.

Wir wollen aber auch nach der Krise noch gerne im Spital arbeiten!

Solltest Du Probleme in deinem unmittelbaren Bereich haben (Diensteinteilung, Arbeitsbelastung, Kommunikation, Überforderung, usw.) dann melde dich bei uns!

Wir hören zu und helfen Dir!


12-03-2020

COVID19 in steirischen Spitälern: Information ist Mangelware

Die aktuelle SARS2-CoV-Epidemie fordert uns alle. Wir wissen noch nicht, wie heftig der Ausbruch in Österreich und der Steiermark wird. Aber wir ahnen es.

Nur das ist zu wenig. Die Kolleginnen und Kollegen aller Berufsgruppen wollen und müssen wissen, was die Krisenstäbe planen. Zumindest so weit, dass das persönlich Leben darauf eingerichtet werden kann.

Je frührer und je strukturierter, desto besser!

Die strikte message controll, die die KAGes momentan fährt ist hierfür kontraproduktiv. Die Schreiben des Vorstandes beruhigen wenig.

Deswegen: gezielte aktuell gehaltene Information!

Leicht zugänglich und nicht im Intranet irgendwo verborgen!


11-03-2020

COVID19 wird auch zur Herausforderung für das steirische Gesundheitswesen - insbesondere in den Spitälern.

Daher ist der Eigentümer - das Land Steiermark - gefordert zum Einen die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung zu stellen und zum Anderen das medizinische Personal vorzuhalten.

Die Besetzung von durch die Anspannung offen Stellen ist hier ein möglicher Schritt eine Personalknappheit im medizinischen Bereich, die sich auch durch (hoffentlich möglichts wenige) Erkrankungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben wird, abzupuffern.

Rasches und konsquentes Vorgehen ist hier gefragt!


 



 






11-05-202

COVID19 – KAGes im Normalbetrieb, oder doch nicht?

Die KAGes-Führung macht es ihren Mitarbeiter*innen momentan nicht wirklich leicht.

Mitte März ging es noch. Da war COVID-Krise. Mit Sonderurlaub, Homeoffice und Schichtdiensten.

Am 29.4.2020 schreibt die Kleine Zeitung noch vor dem KAGes-Vorstand, dass mit 4.5.2020 die Spitäler hochgefahren werden. Die zugehörige Aussendung des Vorstandes kommt dann 1,5h später per E-Mail in verschiedenen Versionen.

Sinnigerweise ist der 29.4.2020 ein Freitag.

Also die kürzest möglich Vorlaufzeit für einen Vollbetrieb.

Die Dienstpläne für den Mai sind aber schon längst übergeführt. Und nicht mehr gültig?

Wir sind ja Improvisation gewöhnt, oder?

Eine Woche später, genau am 8.5.2020, wieder zu Mittag sickert über dunkle Kanäle durch, dass mit dem Hochfahren seit 4.5.2020 auch der geplante Sonderurlaub 1012 hinfällig ist und sich eigentlich alle am heutigen Tag zum regulären Dienst einfinden sollten.

Nur wer hat wirklich am Freitag Nachmittag Zugriff auf diese Informationen?

Zudem gibt es dazu auch keine entsprechende Aussendung, sondern nur eine Adaptierung der SU 2003.2525. Die muss man erst suchen in den Weiten des Intranet.

Völlig egal ist dabei offenbar, dass hier Familien mit schulpflichtigen Kindern betroffen sind, die keine Betreuung haben. Von wegen „familienfreundlichster Betrieb“!

Dieses Informationschaos ist zu beenden! Man hält sich dafür einen eigenen Stab an Medienleuten. Was machen die in dieser Zeit? Oder ist das eine einsame Entscheidung des Vorstandsvorsitzenden?

Fakt ist: Es ist Regelbetrieb verordnet. Damit sind auch alle Sonderregelungen und Vereinbarungen für den COVID-Krisenmodus aufgehoben!

Somit wären Schichtdienste umgehend einzustellen und auch Nebenbeschäftigungen umgehend zu zulassen!

Genau deswegen braucht es eine Arbeitnehmervertretung, die unabhängig ist und die Betriebsführung auf Fehler hinweist, wenn es nötig ist.


Jetzt ist es nötig!

UVA – weil du wichtig bist!

 

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