19-01-2021

COVID19-Schutzimung: Chaos am Klinikum

Die gute Nachricht ist: es gibt einen zugelassenen Impfstoff. Das freut uns sehr!

Nur leider gibt es zu wenig davon. Der Hintergrund ist, dass Österreich zentral über die EU eingekauft hat und auf das falsche Pferd gesetzt hat.

Dazu gibt es auch einen aktuellen Artikel im Falter: Wann werde ICH geimpft? – Armin Thurnher – FALTER.at

Und weil der Gamechanger knapp ist, gibt es auch Priorisierungen. Nachlesbar auf der Homepage des Gesundheitsministeriums.

Leider ist diese Priorisierung nicht am Klinikum angekommen. Weil man von der Impfung, wie von COVID19 überrascht war? Ebenso, wie darüber nachzudenken, wie man den höchsten Durchsatz erreicht?

Wie ist es sonst erklärlich, dass Mitarbeiter*innen aus Hochrisikobereichen in der ersten Welle am 8.1.2021 nicht geimpft werden, während andere Personen, die keinen oder kaum Kontakt zu COVID19-Patienten haben, in den Vorzug der Impfung gekommen sind.

Dass die Impfstraße selbst sehr gut funktioniert hat, ist positiv hervorzuheben. Nur stellt sich die Frage, warum immer alles am letzten Abdruck geschehen muss!

Mittlerweile erreicht uns auch eine Aussendung des Direktoriums, dass der Impfstoff ausgegangen ist. Wenngleich hier das Direktorium nur der Überbringer der schlechten Nachricht ist, bleibt die Situation für die Mitarbeiter*innen problematisch, weil es nun auch in Risikobereichen Geschützte und Nichtgeschützte gibt.

Wir fordern eine umgehende Aktualisierung der Impfstrategie und bei Wiederverfügbarkeit des Impfstoffes die umgehende Durchführung der Impfung, um die Hochrisikobereiche zu schützen!

Der Dienstgeber hat auch in diesem Fall sein Personal zu schützen!

Und wenn das nicht der Fall ist, oder gewährleistet werden kann, hat sich die Arbeitnehmervertretung hinter die Belegschaft zu stellen.

Und was macht der Herr Vorsitzende Tripolt?

Schweigen. Wie immer, wenn‘s haarig wird.

Schweigen ist zu wenig!

Weil COVID noch lange nicht vorbei ist und wir mit einer Verschärfung der Situation rechnen müssen!